Vorläufige Bilanz zu den Neueinkäufen des HSV

Dietmar BeiersdorferVor der Saison sah es lange Zeit so aus, als würde der HSV sich auf dem Transfermarkt zurückhalten. Dann gab es doch noch einige Verstärkungen. Ob diese Spieler auch wirklich Verstärkungen sind, schauen wir uns jetzt nachdem ein Drittel der Saison rum ist einmal an. Es ist zwar bisher kein Knaller wie Rafael van der Vaart (immerhin ist er auch nicht weg) zu uns gekommen, aber so schlecht liest sich die Transferbilanz bisher nicht.

Jerome Boateng

Anders als bei seinem Bruder Kevin Boateng (zu Tottenham Hozspurs) hat sich der Wechsel für Jerome Boateng ausgezahlt. Der Last Minute Transfer von Hertha BSC Berlin (Ablösesumme rund eine Millionen Euro), hat sich beim HSV in die Anfangsformation gespielt und überzeugt auf der rechten Seite mit guten Leistungen. Ohne grobe Schnitzer und mit nur einen gelben Karte spielt er seit dem 4. Spieltag durchgängig.

Romeo Castelen

Vermutlich ist es noch zu früh diesen Transfer zu beurteilen. Ordentlich in die Saison gestartet, unter anderem mit einem Tor im Uefa-Pokal gegen Litex Lovech, baute der Neuzugang von Feynoord Rotterdam dann etwas ab und verletzte sich dann im Spiel gegen Borussia Dortmund.

Miso Brecko

Miso Brecko wurden in den letzten zwei Jahren im Osten aufgebaut. Bei Hansa Rostock und Erzgebirge Aue sammelte er Zweitligaerfahrung. Nun ist der slowenische Nationalspieler inzwischen durchaus in der ersten Elf einsetzbar und bot bei 6 Einsätzen bislang ordentliche Leistungen.

Otto Addo

Als Führungsspieler für die zweite Mannschaft war Otto Addo gedacht. Dort hatte er bisher aber nur 5 Einsätze. Nicht wegen mangelnder Leistung, sondern weil er sich durch gute Trainingsleistungen für den Profikader empfohlen hatte. Hier reichte es immerhin schon für vier Kurzeinsätze.

Kosi Saka

Kosi Saka wurde als Perspektivspieler von Borussia Dortmund verpflichtet. Bisher kam er auf 14 Einsätze für das Regionalligateam. Torerfolge konnte der Mittelfeldspieler dort noch nicht verbuchen.

Mohamed Zidan

Mohamed Zidan war der Königstransfer der Sommerpause. Mit 5 Millionen Euro befüllte der HSV das Mainzer Konto. Der Torschützenkönig der vergangenen Rückrunde konnte leider bisher nicht an seine Trefferquote aus dem Vorjahr anknüpfen. Nach dem dritten Spieltag flog er aus der Startelf. Gegen die Bayern wurde er aber kurz vor Ende eingewechselt und erzielte sein bisher einziges Tor für den HSV. In den letzten Tagen zeigte seine Formkurve aber leicht nach oben. Wenn van der Vaart zurückkehrt könnte es aber wieder eng werden mit der Startelf.

Carlos Alberto

Der Transfer von Carlos Alberto zum HSV wurde von einigen Medien schon als perfekt vermeldet. Dem Fussballgott sei gedankt, dass die derzeitige Nummer 2 im Norden sich den Spieler geangelt hat. Dort hat Carlos Alberto für die Ablösesumme von 7,8 Millionen Euro bisher 77 Minuten im DFB-Pokal gespielt. Aktuell leidet Carlos Alberto unter Schlafstörungen. Probleme, die er früher auch schon gehabt haben soll. Seine damligen Mitspieler solen damals “freundlich gebeten” worden sein diese Probleme nicht weiterzugeben.

Fazit

Unter den Neueinkäufen ist bisher kein Torjäger oder Führungsspieler. Trotzdem sind einige Spieler mit Perspektive dabei, die in nächster Zeit eine dieser Rollen wachsen könnten. Der Aufschwung beim HSV ist also nicht an den Neueinkäufen festzumachen, sondern an der Tatsache, dass Huub Stevens aus dem Hühnerhaufen der Vorrunde 2006 ein Topteam geformt hat. Im Fall Carlos Alberto haben wir endlich bei einem Nichttransfer richtig Glück gehabt.

In den nächsten Tagen schauen wir uns dann an was aus unseren Abgängen geworden ist.


Ein Kommentar auf “Vorläufige Bilanz zu den Neueinkäufen des HSV”

  1. Boje8 » Die Nummer 1 im Norden … schreibt:

    [...] Blog HSV Chrinik findet ihr eine schöne Bewertung der Transfers dieser Saison. Wer weiß, wie die Saison verlaufen [...]

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