Martin Jol ist weg – Der HSV wirds überstehen

Gestern den Frieden mit der Saison gemacht und geschafft ein positives Saisonfazit zu ziehen und was passiert heute? Da kommt der Hiob vorbei und beendet den Sommerschlaf in den der HSV eben entschlummert ist mit der Nachricht, daß Martin Jol nicht mehr HSV Trainer ist.

Besonders ärgerlich natürlich sind die Gründe für den Trainer, den ich gestern noch für einen „netten Trainer mit Qualität und Erfahrung“ hielt. Jol war laut Mopo wie Veh und Magath die eine Trainingsstunde am Tag zu wenig. Er wollte nun auch ein eigenes Telefon mit dem er Spieler zum HSV locken wollte und dazu noch die Kennungen für das Onlinebanking. Also zusätzlich den Job von Didi Beiersdorfer und die Befugnisse vom gesamten Aufsichtsrat.

Konsequent und richtig die Zusammenarbeit mit Jol zu beenden und nun vielleicht noch Ablösesumme zu kassieren. Die Option Jol wie damals van der Vaart zur Vertragserfüllung zu wingen gab es nicht. Beim Trainerposten geht das nicht. Hoffentlich hat der HSV aber auch zugestimmt, weil man bereits eine neue Trainerlösung in der Hinterhand hat.

Und nun? Dem HSV bleibt wohl nur ein Trainer von der Resterampe, die mit Slomka, Funkel oder Skibbe nicht eben hochkarätig besetzt ist. Gute Trainer wie Magath, Veh oder Van Gaal haben vor wenigen Tagen oder Wochen gerade neue Vereine gefunden. Vereine, die direkt Mitkonkurrenten des HSV sind.

Wie sich das Sommertheater für den HSV auswirkt, können wir aber wohl erst in einem Jahr beurteilen. Ich denke mal nicht. daß es nun zwangsläufig bergab geht mit dem HSV. Zerfallen tut der HSV wegen sowas nicht, denn dann wäre in den letzten Jahren schon mehrfach in Feinstaub aufgegangen. Sollte nun aber wirklich Didi Beiersdorfer gehen müssen und durch Sergej Barbarez ersetzt werden, dann hat sich das wohl mit der Kontinuität auf den wichtigen Posten.

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